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Erhaltung industrieller Kulturgüter.
Wenn eine industrielle Anlage bestehend aus Gebäuden, Maschinen und andern Produktionsteilen einer neuen wirtschaftlichen Funktion nicht zugeführt werden kann, hat sie als Ganzes keine Zukunft. Nur in wenigen Fällen wird es möglich sein eine Anlage als Museum, eventuell als Schaubetrieb weiterzuführen. Die Anlage mag aesthetisch oder historisch noch so bedeutend sein, eine Umnutzung in eine Schule, für Büros oder Wohnungen führt immer zum Verlust der einstigen Funktion. Man muss sich auch fragen welcher zeitliche Zustand der Anlage als original zu betrachten ist. Industrielle Anlagen haben es in sich, dass sie sich meist den wirtschaftlichen Bedingungen anpassen mussten. Eine für jedermann zugängliche Anlagendokumentation bzw. Publikation ist deshalb in solchen Fällen das einzig Mögliche.
Bei industriellen Kulturgütern muss man sich langsam von einer statischen denkmalpflegerischen Erhaltung lösen und eine dynamische Erhaltung anstreben. Dazu braucht es aber unter den Denkmalpflegern Ingenieure. Anfänglich kann man mit pensionierten Ingenieuren arbeiten. Warum das? Der Sinn industrielle Kulturgüter zu erhalten liegt im Weitervermitteln von Wissen, um Funktionen, Kräfte, Materialien und Produktionsabläufe. Das ist eine grosse Herausforderung an die Kommunikaton und Didaktik. Auch wenn das Design weiterhin seine Bedeutung behält.
Statt sich immer nur auf den Erhalt von Gebäuden zu konzentrieren ist grundsätzlich falsch. Es wäre in vielen Fällen sinnvoller sich auf einzelne Maschinen zu beschränken und diese ausführlich zu erklären. In den Maschinen und Produktionsabläufen steckt viel mehr Wissen als in Gebäuden. Beispiel: Ein Wasserkraftwerk wird abgebrochen. Man kann eine Maschineneinheit aus Turbine, Generator und Regler erhalten, und wenn genügend Platz vorhanden ist, langsam mit einem Elektromotor antreiben. Das Wichtigste ist aber die Funktion der Regelung zu demonstrieren, inkl. Leitschaufelverstellung. Bei geringen Platzverhältnissen kann das soweit gehen, dass man nur den Regler funktionstüchtig erhält und ihn über Hydraulikeinheit und Computer-